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	<title>Kommentare zu: Melanie Delfft: Mein Lied</title>
	<link>http://www.schreibimpulse.de/blog/2007/02/13/melanie-delfft-mein-lied/</link>
	<description>persönliches Schreiben, themenzentrierte Schreibkurse</description>
	<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 00:49:08 +0000</pubDate>
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		<title>Von: nightingale</title>
		<link>http://www.schreibimpulse.de/blog/2007/02/13/melanie-delfft-mein-lied/#comment-111</link>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2007 10:08:37 +0000</pubDate>
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					<description>Mehr zu Melanie Delfft, von ihr selbst mitgeteilt:

"Ingrid Varnhorst Brown
Pseudonym: Melanie Delfft
Ich m&#246;chte mich an dieses Forum wenden, um aus meinem Schneckenhaus hinaus mich einem gr&#246;&#223;eren Kreis zu stellen. Eine Stelle aus meinem Buch, um mich zu charakterisieren: 
„Das Bewusstsein unseres eigenen Seins ist exklusiv, ausschlie&#223;lich, wir erfahren uns geradezu in der feindlichen Andersheit, die wir versuchen aufzuheben, k&#228;mpferisch im Alltag, integrierend in der Liebe. Innen ist ein Mensch ein seltsam verschachteltes Gebilde, wie ein Haus, an das man aus Notwendigkeit irgendwo wieder ein St&#252;ck angebaut, angeklebt hat, alle Teile sind irgendwie miteinander verbunden, also kausal erkl&#228;rbar. Von au&#223;en gesehen ist dies Gebilde jedoch nicht koh&#228;rent, nicht &#252;berschaubar. Nichts passt zueinander. Es ist verr&#252;ckt. Unerkl&#228;rlich. Wir versuchen, in die zuf&#228;lligen Anbauten dieses Hauses zu sehen, doch die Fenster sind blind, Dinge m&#252;ssen dort lagern, die dem Auge der Umwelt nicht zug&#228;ngig sein sollen, in der staubigen Spiegelung sehen wir nur unser vages Selbst. Ich habe mein Haus immer klar und luftig gehalten, ich wollte sehen wie es drau&#223;en l&#228;uft, jeder sollte hereinschauen k&#246;nnen, ich sah nie einen Grund etwas zu verstecken, alles was ich war geh&#246;rte zum allgemeinen Menschsein. Das hat nat&#252;rlich viele dazu verf&#252;hrt, nicht nur hineinzusehen, auch Scheiben zu zerschlagen, Unrat hineinzuwerfen, darin zu hausen, Mobiliar zu zerst&#246;ren oder zu entwenden. Die Klarheit scheint Menschen zu st&#246;ren, sie m&#252;ssen sie tr&#252;ben, weil sie sie blendet, sie sind so gew&#246;hnt an das Dunkle ihrer Kammern. Nichts hat mich je dazu bringen k&#246;nnen, Schutzkammern vor meine hellen Fenster zu bauen, ich habe nur mein Haus wie einen Wohnanh&#228;nger genommen und es ein St&#252;ck weiter in die Einsamkeit gezogen. Ohne Bedauern.“
Das ist nat&#252;rlich nicht ganz wahr.
Einige Daten: geboren 1940 in einer verlorenen Ecke des Oldenburgschen. Keine nennenswerte Karriere. Mein Lebenslauf verl&#228;uft in Raum : M&#252;nster, K&#246;ln, Paris, Los Angeles, Heidelberg, M&#252;nchen, Paris. Jetzt wohne ich seit f&#252;nf Jahren in einem kleinen Dorf in der N&#228;he von Avignon, mit meinem kranken Mann. Ich bin Mitglied der Autorinnenvereinigung.
Mein Buch ist einzusehen auf meiner Website: www.delfft.com " 

aus: http:// www.autorinnenvereinigung.de</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr zu Melanie Delfft, von ihr selbst mitgeteilt:</p>
<p>&#8220;Ingrid Varnhorst Brown<br />
Pseudonym: Melanie Delfft<br />
Ich m&#246;chte mich an dieses Forum wenden, um aus meinem Schneckenhaus hinaus mich einem gr&#246;&#223;eren Kreis zu stellen. Eine Stelle aus meinem Buch, um mich zu charakterisieren:<br />
„Das Bewusstsein unseres eigenen Seins ist exklusiv, ausschlie&#223;lich, wir erfahren uns geradezu in der feindlichen Andersheit, die wir versuchen aufzuheben, k&#228;mpferisch im Alltag, integrierend in der Liebe. Innen ist ein Mensch ein seltsam verschachteltes Gebilde, wie ein Haus, an das man aus Notwendigkeit irgendwo wieder ein St&#252;ck angebaut, angeklebt hat, alle Teile sind irgendwie miteinander verbunden, also kausal erkl&#228;rbar. Von au&#223;en gesehen ist dies Gebilde jedoch nicht koh&#228;rent, nicht &#252;berschaubar. Nichts passt zueinander. Es ist verr&#252;ckt. Unerkl&#228;rlich. Wir versuchen, in die zuf&#228;lligen Anbauten dieses Hauses zu sehen, doch die Fenster sind blind, Dinge m&#252;ssen dort lagern, die dem Auge der Umwelt nicht zug&#228;ngig sein sollen, in der staubigen Spiegelung sehen wir nur unser vages Selbst. Ich habe mein Haus immer klar und luftig gehalten, ich wollte sehen wie es drau&#223;en l&#228;uft, jeder sollte hereinschauen k&#246;nnen, ich sah nie einen Grund etwas zu verstecken, alles was ich war geh&#246;rte zum allgemeinen Menschsein. Das hat nat&#252;rlich viele dazu verf&#252;hrt, nicht nur hineinzusehen, auch Scheiben zu zerschlagen, Unrat hineinzuwerfen, darin zu hausen, Mobiliar zu zerst&#246;ren oder zu entwenden. Die Klarheit scheint Menschen zu st&#246;ren, sie m&#252;ssen sie tr&#252;ben, weil sie sie blendet, sie sind so gew&#246;hnt an das Dunkle ihrer Kammern. Nichts hat mich je dazu bringen k&#246;nnen, Schutzkammern vor meine hellen Fenster zu bauen, ich habe nur mein Haus wie einen Wohnanh&#228;nger genommen und es ein St&#252;ck weiter in die Einsamkeit gezogen. Ohne Bedauern.“<br />
Das ist nat&#252;rlich nicht ganz wahr.<br />
Einige Daten: geboren 1940 in einer verlorenen Ecke des Oldenburgschen. Keine nennenswerte Karriere. Mein Lebenslauf verl&#228;uft in Raum : M&#252;nster, K&#246;ln, Paris, Los Angeles, Heidelberg, M&#252;nchen, Paris. Jetzt wohne ich seit f&#252;nf Jahren in einem kleinen Dorf in der N&#228;he von Avignon, mit meinem kranken Mann. Ich bin Mitglied der Autorinnenvereinigung.<br />
Mein Buch ist einzusehen auf meiner Website: <a href='http://www.delfft.com'>www.delfft.com</a> &#8221; </p>
<p>aus: http:// <a href='http://www.autorinnenvereinigung.de'>www.autorinnenvereinigung.de</a>
</p>
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