
"Ein Freund, ein guter Freund.." - so klang es bei den "Dreien von der Tankstelle". Ein Ohrwurm und Drei auf der Spree? Erinnerung ist wie Schweizer Käse, denn was gestern noch galt, stimmt schon heut' oder morgen nicht mehr.
Transparentes Aluminium. "Jetzt nicht!", sagte der Firmenchef, als seine Sekretärin hereinplatzte, während Scotty die Formel für transparentes Alu auf diesem rückständigen Firmenrechner entwickelte.
Kunst ist, sinnleeres Material mit Ausdruck aufzuladen und teuer zu verkaufen. Die Drei von der Spree stehen wie Berliner Stadtfinanzen auf Wasser, dem Balken eingezogen wurden.
Drei Balken im Auge der Kunst, Löcher durch die der Wind Ohrwürmer bläst, drei "wann treffen wir wieder zusammen? um die siebte Stund" lesen wir Schüttelbiers Hexen. Schwerelos steht, was nicht stehen darf, ist, was nicht sein darf, Kunst über den Wassern.
Noch ein Schritt weiter und sie sind durch sich hindurchgegangen. Einer scheint einen Sprachangriff zu führen, der Andere nimmt teil, der Dritte stützt.
Ohne den Einen wär der Andere nichts und der Dritte hätt nur Löcher, durch die Wind pfeifft. Der Dritte Mann war Harry Leim. Auch mit Wasser. Schwarz weisser Streifen, Abwasserkanäle, Wien, Agenten.
Sie hören sich nicht zu, sie sind aktiv. und doch eingefrorene Bewegung mit Löchern im Bauch. Treffen der Drei auf verbindlichem Wasser.
Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst, wenn auch man längst wieder anderswo ist. Dimensionen aus Zeit aus vergangenen Tagen, zum Verbleib hingestellt, mitten im Wasser- auf Träumen gebaut.
Ein Freund, ein guter Freund, das ist das beste was es gibt auf der Welt.
Ingo Mack, 26.8.03