
1.)
Koche einmal im Monat etwas, das nicht zu deinen "Standardgerichten" gehört - ein Essen, nach dem du dich nicht gerade sehnst. Wenn du niemals kochst, dann probiere es einmal im Monat aus - ODER gehe anderswohin etwas ANDERES essen, als du es üblicherweise tust.
2.)
Einem schlecht gelaunten Kellner im Restaurant ein hohes Trinkgeld geben und ihn freundlich anlächeln dabei.
3.)
Gegen die Verbiesterung:
Einem störrischen Beamten für den guten Ratschlag danken und Verständnis und Bewunderung ausdrücken für jemanden der unter so schweren Bedingungen zu arbeiten hat - ohne dass irgendein ironischer Unterton dabei mitschwingt.
4.)
Eine Fliege, die immer wieder verzweifelt gegen die Fensterscheibe fliegt, vorsichtig fangen und an die frische Luft setzen.
5.)
Antiverknöcherung forte - nicht apothekenpflichtig
Gegen jegliche Verknöcherung empfiehlt der Experte eine wöchentliche Dosis Kommunikation mit viel jüngeren, viel älteren, viel andersartigen, evtl. auch mit guter Wirkung mit aus anderen Kulturen stammenden Menschen. Regelmäßige Einnahme und Beachtung der Dosierung (nur so viel wie verträglich) ist von Wichtigkeit.
6.)
Gehe einmal im Jahr (oder im Monat?) an einen Ort, an dem du noch nie warst!
7.)
Lies einen deiner texte jemandem vor, von dem du überhaupt nicht einschätzen kannst, wie er zum schreiben oder zu deiner person steht. du triffst diesen menschen beispielsweise im treppenhaus (er kommt gerade nach hause) und du fragst ihn, ob du ihm etwas ganz kurzes vorlesen darfst. auch wenn er nein sagt, hast du etwas gewagt. und darum geht es hier: wagnisse, überschaubare wagnisse einzugehen.
8.)
Ein Rezept gegen das Versteinern? Türen durchbrechen? :-)))) - Nein! Sich einfach, schlicht und ergreifend die Lust und Freude am Leben gönnen!
Ruth - Nila - Kerstin - Hans - Ulrike - Ulla - Hermann - Claudia - Oktober/November 2005